311 Unterzeichner/innen (Stand vom 28.10.2018)

Marburger Aufruf zur Landtagswahl

Die Wirtschaft wächst, die Steuereinnahmen steigen – allen könnte es gut gehen in Hessen. Aber die soziale Kluft vergrößert sich. Über 1.600 Einkommensmillionären stehen 430.000 Menschen im Hartz-IV-Bezug und 500.000 mit Niedriglöhnen oder in prekärer Beschäftigung gegenüber. Die Zahl der Sozialwohnungen ist unter Schwarz-Grün auf einen Tiefstand gefallen. An Schulen, Krankenhäusern und in der Pflege fehlt es an Personal und Investitionen. In der Verkehrspolitik haben trotz steigender Emissionen, wachsenden Lärms und trotz der unübersehbaren Klimakrise nach wie vor der PKW-, LKW- und Luftverkehr den Vorrang.

Wir rufen dazu auf, am 28. Oktober DIE LINKE und damit diejenige Kraft zu wählen, die sich konsequent
gegen eine solche Politik der sozialen Ungerechtigkeit und der ökologischen Fahrlässigkeit einsetzt.

Sie will

  • durch den Neubau von mind. 10.000 Sozialwohnungen im Jahr endlich mehr bezahlbaren Wohnraum schaffen;
  • gleiche Bildungschancen eröffnen durch die „Schule für alle“, durch mehr Lehrkräfte und durch den kostenfreien Zugang auf allen Ebenen;
  • die Kinderarmut beseitigen und staatliche Aufträge nur noch an Firmen vergeben, die mindestens 12 Euro Mindestlohn bezahlen;
  • das Klima durch mehr erneuerbare Energien und durch den Ausbau eines möglichst kostenlosen Nahverkehrs, besonders im ländlichen Raum, retten;
  • die Rüstungsproduktion in und den Rüstungsexport aus Hessen wie auch die Werbung für die Bundeswehr in Schulen stoppen.

Sie macht nicht wie die anderen Parteien in der Asyl- und Flüchtlingspolitik Zugeständnisse an rechtspopulistische Positionen, sondern bezieht klar Stellung gegen eine „Festung Europa“ und gegen Rechts.

Die seit 2008 im Hessischen Landtag vertretene LINKE hat immer die Zusammenarbeit mit Bürgerinnen und Bürgern, Gewerkschaften und sozialen Bewegungen gesucht und gezeigt, dass Druck von links auch aus der Opposition heraus wirksam sein kann.

Am 28. Oktober DIE LINKE wählen!

Erstaufrufer/innen

Friedrich-Martin Balzer, Historiker | Dr. Matin Baraki, Lehrbeauftragter Uni. Marburg | Tanja Bauder-Wöhr, Stadtverordnete | PD Dr. Johannes M. Becker, Friedensforscher | Angelika Becker, Lehrerin | Peter Böcher, Dipl.-Verwaltungswirt | Roland Böhm, Betriebsrat | Dr. Kurt Bunke, Pensionär, Cölbe | Prof. Dr. Hanna Christiansen, Prof. für Klinische Psychologie des Kindes- und Jugendalters | Klaus Denfeld, Schulleiter | Prof. Dr. Frank Deppe | Ulrike Eifler, Gewerkschaftssekretärin | Dr. Ilina Fach | Georg Fülberth, Hochschullehrer i.R. | Jörg Gogoll, Psychologe | Jürgen Hahn-Schröder, Lehrer i.R. | Lutz Heusinger, Kunsthistoriker | Dr. Joachim Hösler, apl. Prof. für Neuere und Osteuropäische Geschichte | PD Dr. Maximiliane Jäger-Gogoll, Literaturwissenschaftlerin | Astrid Kolter, Diplom-Psychologin | Annette Kreuzberger, Rentnerin | Silvia Lerch-Denfeld, Fachbereichsleiterin | Harald Maier-Metz, Lehrer i.R. | Dietlind Maier-Metz, Lehrerin i.R. | Pit Metz, Reha-Lehrer i.R. | Cornelius Oepen, Arzt i.R. | Holger Probst, Prof. i.R. | Elke Rienhoff-Kühnl, Rechtsanwältin | Prof. Dr. Eckhard Rohrmann | Ralf Schrader, Lehrer i.R. | Karin Schwalm, Lehrerin i.R. | Prof. Dr. Gert Sommer | Wolfgang Sutter, Vielfalter | Marion Twelsiek, Ärztin | Dieter Unseld, Rechtsanwalt |Dr. Markus Wöhr | Stefan Zelder, Angestellter | Christiane Zielosko, Physiotherapeutin |Gudrun Zühlke | Walter Zühlke